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Besuch in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Am 27.04.2026 sind die Klassen G9b und die H9 mit fünf weiteren Schüler*innen aus dem 10. Jahrgang und den Lehrkräften, Frau Clasen und Frau Bernard, in die KZ-Gedenkstätte in Neuengamme gefahren. Vor Ort wurden die Klassen aufgeteilt und verschiedenen Guides zugewiesen.
Der Rundgang führte die Klassen über das weitläufige Gelände und verdeutlichte ihnen das Prinzip „Vernichtung durch Arbeit“. Als erstes besichtigten sie das Denkmal der alten Baracken, wo Gabionen (Steinkörbe) den Grundriss der ehemaligen Wohnblocks markieren und den Klassen die enorme Enge vor Augen führten. Besonders bedrückend war der Aufenthalt auf dem Appelplatz, dem zentralen Ort der Demütigung, an dem die Häftlinge täglich stundenlang bei jedem Wetter ausharren mussten.
Danach wurde die ehemalige Rüstungsindustrie besucht, wo namhafte Firmen direkt auf demLagergelände Waffen und Munition produzieren ließen. Von dort aus wurden die Überreste des Lagergefängnisses, in dem Widerstand mit Einzelhaft, Folter oder Mord gebrochen wurde, besichtigt. Nach einer kurzen Mittagspause ging es in die Dauerausstellung im ehemaligen Haupthaus. Dort konnte ein noch tieferer Einblick durch alte Fotos, originale Gegenstände, wie zum Beispiel Häftlingsoberteile oder Nachbauten, in die Schicksale der Menschen erlangt werden. Danach ging es in eine alte Ziegelsteinfabrik, für deren Bau und Betrieb die SS das Konzentrationslager ursprünglich errichtet hatte. Ganz in der Nähe gibt es den künstlichen Flussbau Dove-Elbe.
An jedem Denkmal und jedem Ort zeigte die Guides alte Originalfotos, Zeichnungen und Berichte ehemaliger Häftlinge, die überlebt hatten.