Profilfahrtswoche der 9. Klassen: Lernen außerhalb des Klassenzimmers
In der diesjährigen Profilfahrtswoche konnten die Schüler*innen der 9. Klassen vielfältige und spannende Erfahrungen sammeln. Je nach gewähltem Profil ging es auf unterschiedliche Fahrten und Projekte, bei denen fachliche Inhalte praxisnah vertieft und neue Eindrücke gewonnen wurden.
Der G9-Kurs Gesellschaftswissenschaften reiste in die Hauptstadt Berlin. Dort setzten sich die Lernenden intensiv mit politischen, historischen und gesellschaftlichen Themen auseinander. Besuche bedeutender Institutionen, wie dem Bundesrat, und historischer Orte, wie dem ehemaligen DDR-Gefängnis Hohenschönhausen, machten den Unterricht lebendig und greifbar.
Der G9-Kurs Naturwissenschaften verbrachte seine Zeit im XLAB Göttingen. In modernen Laboren konnten die Schüler*innen experimentieren und naturwissenschaftliche Phänomene eigenständig erforschen – eine wertvolle Ergänzung zum regulären Unterricht. So beschäftigten sich die Lernenden am Dienstag mit der Anatomie des Herzens, untersuchten am Mittwoch Aspekte der Lebensmittelchemie und setzten sich am Donnerstag mit Kernphysik und Radioaktivität auseinander.
Ganz im Zeichen von Sprache und Kultur stand das Programm des G9-Profils Spanisch. Die Gruppe blieb vor Ort, beschäftigte sich jedoch intensiv mit der spanischen Kultur. Durch kreative Projekte wie einen Tanzkurs, kulinarische Angebote und abwechslungsreiche Ausflüge z.B. ins Instituto Cervantes wurde die Sprache praxisnah erlebt und angewendet.
Auch der R9-Kurs Wirtschaft war in der Profilfahrtswoche gemeinsam mit der Klasse H10 aktiv unterwegs: Für sie ging es zum Segeln auf das IJsselmeer. Nach der Anreise nach Lemmer erhielten die Schüler*innen eine Einführung in Segeltechnik und Knotenkunde, bevor sie erste Etappen über Stavoren, Enkhuizen und Hoorn segelten. Neben dem Erkunden der Städte und gemeinsamen Aktivitäten an Bord standen vor allem Teamarbeit, Verantwortung und Organisation im Mittelpunkt. Die Lernenden übernahmen Aufgaben wie das Kochen, das Planen von Abläufen und das Navigieren des Schiffes. So wurden nicht nur praktische Segelerfahrungen gesammelt, sondern auch wirtschaftliche Aspekte wie Ressourcenmanagement und Zusammenarbeit anschaulich erlebt.
Der R9-Kurs Französisch widmete sich – ähnlich wie das Spanisch-Profil – vor Ort der französischen Sprache und Kultur. Durch praxisorientierte Aufgaben, Projekte und Exkursionen konnten die Schüler*innen ihre Sprachkenntnisse vertiefen und interkulturelle Kompetenzen stärken.
Im Profil Gesundheit und Soziales arbeiteten die Lernenden in der Schulküche, nahm am Zertifizierungskurs für Babysitter teil und unternahmen verschiedene Tagestouren, um sich z.B. mit Stille und Sprache zu beschäftigen. Dabei standen Themen wie Ernährung, Alltagskompetenzen und soziale Verantwortung im Mittelpunkt. Die Kombination aus praktischer Arbeit und Ausflügen sorgte für eine abwechslungsreiche und lehrreiche Woche.
Auch der R9-Kurs Technik war in der Profilfahrtswoche aktiv unterwegs. Bei Tagestouren zu Unternehmen wie Airbus und Mercedes-Benz erhielten die Schüler*innen spannende Einblicke in moderne Produktionsprozesse und technische Berufsfelder. Ergänzt wurde das Programm durch Besuche im Deutsches Schifffahrtsmuseum, im Klimahaus Bremerhaven sowie im Olbers-Planetarium, bei denen Technik, Umwelt und Wissenschaft anschaulich erlebt werden konnten.
Die Profilfahrtswoche zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig außerschulische Lernorte und praxisnahe Erfahrungen für den Lernerfolg sind. Sie bietet den Schüler*innen die Möglichkeit, ihre Interessen zu vertiefen, neue Perspektiven zu gewinnen und als Gemeinschaft zusammenzuwachsen.
Unser Dank gilt den betreuenden Lehrkräften!

